Rechtsprechung / Arbeitsrecht

Arbeitnehmerkündigung bei Vorliegen eines Austrittsgrundes

Bearbeiterin: Bettina Sabara

AngG: § 26

Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass einem Dienstnehmer, der berechtigt ist, das Dienstverhältnis mit sofortiger Wirkung zu beenden, nicht verwehrt werden kann, dieses Recht in einer für den Dienstgeber regelmäßig günstigeren Form dadurch auszuüben, dass er sich mit einer größeren oder kleineren Lösungsfrist zufrieden gibt, wenn aus dem Inhalt seiner Erklärung deutlich erkennbar ist, dass er für sich einen wichtigen Lösungsgrund beansprucht (vgl zB OGH 5. 11. 2003, 9 ObA 85/03w, ARD 5517/2/2004). So kann etwa eine "Kündigung" unter Hinweis auf das Vorenthalten von angeblich fälligen Gehaltsbestandteilen und unter Verlangen einer Abfertigung idR nur als vorzeitiger Austritt des Dienstnehmers gewertet werden (vgl zB OGH 23. 11. 2010, 8 ObA 78/10v, ARD 6140/2/2011).

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
ARD 6550/9/2017

26.05.2017
Heft 6550/2017