Rechtsprechung / Arbeitsrecht

Aufgriffsobliegenheit des Arbeitnehmers bei behaupteter Rechtswidrigkeit einer Versetzung

Bearbeiter: Manfred Lindmayr

ArbVG: § 101

Ein Fortsetzungsanspruch wegen behaupteter Unwirksamkeit einer Versetzung kann nicht zeitlich unbegrenzt geltend gemacht werden. Vielmehr bedingt das Klarstellungsinteresse des Arbeitgebers eine Aufgriffsobliegenheit des Arbeitnehmers, sein Interesse an dem alten Arbeitsplatz ohne Aufschub gegenüber dem Arbeitgeber geltend zu machen. Hat ein Arbeitnehmer zwar mehrmals gegen seine Versetzung protestiert, die Unrechtmäßigkeit der Versetzung aber erst rund zwei Jahre nach deren Vornahme gerichtlich geltend gemacht, obwohl er schon zu einem weit früheren Zeitpunkt wusste, dass der Arbeitgeber nicht gewillt war, die Versetzung rückgängig zu machen, kann sich der Arbeitnehmer nicht mehr auf die behauptete Rechtswidrigkeit der Versetzung als Anspruchsgrundlage für die eingeklagten Differenzansprüche berufen.

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Artikel-Nr.
ARD 6599/10/2018

17.05.2018
Heft 6599/2018