Rechtsprechung / Sozialversicherungsrecht

Bühnentechniker - Dienstnehmer oder Werkunternehmer?

Bearbeiter: Manfred Lindmayr

ASVG: § 4, § 113

Mit dem angefochtenen Erkenntnis wurde dem Revisionswerber ein Beitragszuschlag gemäß § 113 Abs 1 Z 1 iVm Abs 2 ASVG vorgeschrieben, weil er es unterlassen habe, seinen Dienstnehmer S**** vor Arbeitsantritt zur Sozialversicherung anzumelden.

Dieser sei für den Revisionswerber jeweils für bestimmte Veranstaltungen nach den Wünschen von dessen Kunden mit dem Auf- und Abbau von Bühnenelementen, der Verkabelung von Licht- und Tonelementen sowie dem Be- und Entladen von Lastwagen tätig geworden. Die Arbeiten seien genau nach Plan und den Kundenwünschen auszuführen gewesen, wobei S**** und die anderen "Stagehands" jeweils vor Ort vom Revisionswerber in den Aufbauplan eingewiesen worden seien. Eigene Entscheidungen den Aufbau betreffend habe S**** nicht treffen können. Er habe die Abfolge der einzelnen Arbeitsschritte selbst bzw in Absprache mit den anderen "Stagehands" bestimmen können. Die Arbeiten seien nach der Fertigstellung durch den Revisionswerber kontrolliert worden. Für die Verpflegung vor Ort sowie Arbeitskleidung und notwendiges (Klein-)Werkzeug hätten die "Stagehands" selbst gesorgt. Die auf- und abzubauenden Bühnenelemente und das sonstige notwendige Material seien vom Revisionswerber zur Verfügung gestellt worden. Für die Tätigkeit sei keine spezielle Ausbildung erforderlich.

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Artikel-Nr.
ARD 6591/13/2018

22.03.2018
Heft 6591/2018