Rechnungswesen

Die Auswirkungen von COVID-19 auf die Gewinnausschüttungen österreichischer Unternehmen der Wiener Börse

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder MIM (CEMS) / a.Univ.-Prof. Dr. Matthias Petutschnig

Während nunmehr vereinzelt Mitteilungen zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die Dividendenpolitik österreichischer Unternehmen sowie auf die Abhaltung von Hauptversammlungen publiziert werden, hat der vorliegende Beitrag1 das Ziel, einen gesamtheitlichen Überblick über die praktischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie an der Wiener Börse zu geben. Die Autoren untersuchen die kurzfristigen Auswirkungen der COVID-19 Krise sowohl auf die beschlossenen und geplanten Gewinnausschüttungen als auch auf die Abhaltung der Hauptversammlungen für das Geschäftsjahr 2019 der am Vienna Prime Market gelisteten Unternehmen. Insb im Zusammenhang mit der Auszahlung von Dividenden sind derzeit vermehrt Meldungen von Reduktionen und sogar von Streichungen zu verzeichnen.2 Auch die Abhaltung von Hauptversammlungen ist von der COVID-19 Krise betroffen; so können Hauptversammlungen unter gewissen Bedingungen zwar digital/online abgehalten werden,3 es mehren sich jedoch auch Verschiebungen in den Herbst 2020.4 Schließlich stellt der Zeitpunkt des Ausbruchs der Corona-Krise einen durchaus interessanten bilanziellen Stichtag dar. Mit der Einstufung der Krankheit durch die WHO als Pandemie am 11. März 20205 fällt dieser Tag für die meisten betroffenen Unternehmen in den Zeitraum der Erstellung des Geschäftsberichts für das Bilanzjahr 2019. Vor diesem Hintergrund untersuchen wir die Geschäftsberichte der Unternehmen außerdem darauf, ob sie die COVID-19-Krise im Geschäftsbericht 2019 erwähnen.

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Artikel-Nr.
RWZ 2020/35

30.06.2020
Heft 6/2020
Autor/in
Matthias Petutschnig

a.Univ.-Prof. Dr. Matthias Petutschnig ist assoziierter Professor an der Abteilung für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre der WU Wien.

Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder MIM (CEMS) ist Assistenzprofessorin an der Abteilung für Unternehmensrechnung und Revision der WU Wien. Nach Tätigkeiten in der Industrie und Beratung zählen zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten nationale und internationale Rechnungslegung sowie Nachhaltigkeitsberichterstattung und Corporate Governance von Unternehmen. Ihre Forschung und Lehre haben zahlreiche Preise erhalten. Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder hat auf der WU Wien promoviert und darüber hinaus Studien an der WU Wien, TU Wien und HEC Paris abgeschlossen. Für ihre Dissertation erhielt sie den Stephan Koren Preis.