Revision und Kontrolle

Die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers - neue Bestimmungen der SEC

H. Peter Holzer / Christoph Fröhlich

SEC hat neue Bestimmungen über die Unabhängigkeit von Abschlussprüfern verabschiedet. Diese haben vor allem Bedeutung im Bereich der so genannten Nichtprüfungsleistungen (non audit services).

Kürzlich wurde Arthur Anderson von der SEC zu einer (Rekord-) Geldstrafe von 7,000.000 US$ verurteilt. Der betroffene Wirtschaftsprüfer wurde zu einer Strafe von 50.000 US$ verurteilt und darüber hinaus mit einem fünfjährigen Berufsverbot belegt.1) Der betroffene Klient soll über mehrere Jahre in den Gewinn- und Verlustrechnungen das Ergebnis vor Steuern um insgesamt 1,4 Mrd. US$ zu hoch ausgewiesen haben. Arthur Andersen wurde der Vorwurf der Befangenheit gemacht: So war seit 1997 jeder Finanzvorstand des geprüften Unternehmens zuvor bei Arthur Anderson tätig; noch schwerer dürfte aber die Tatsache gewogen haben, dass Arthur Anderson das fragliche Unternehmen nicht nur geprüft, sondern auch umfangreich beraten hat. Von 1991 bis 1997 machten dabei die Prüfungshonorare 7,500.000 US$, die Beratungshonorare hingegen 11,800.000 US$ aus.

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Artikel-Nr.
RWZ 2001/68

20.07.2001
Heft 7/2001
Autor/in
Peter Holzer

Prof. Holzer ist Gastprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Vor seiner Tätigkeit an der Wirtschaftsuniversität war er durch viele Jahre Professor of Accounting an der University of Illinois, USA. Während seiner akademischen Laufbahn war er auch als Gastprofessor an Universitäten in Europa, Afrika und Asien. Als Konsulent für die Weltbank und anderer Internationalen Organisationen bereiste er zahlreiche Länder in Afrika und Asien. Er ist Mitglied der American Accounting Association und des American Instituts of Certified Public Accountants. Er ist Autor und Co-Autor mehrerer Bücher. Seine Veröffentlichungen erscheinen in deutschen und englischsprachigen Zeitschriften. Er war Mitglied des Beirates und Reviewer mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften und Fachzeitschriften, u.a. des International Journals of Accounting, Education and Research und des Journals of Accountancy and Benchmarking.

Christoph Fröhlich

FH.-Doz. MMag. Dr. Christoph Fröhlich, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, CPA, war langjähriger Assistent am Institut für Unternehmensrechnung und Revision und über 13 Jahre mit Schwerpunkt Konzernrechnungslegung und Internationale Rechnungslegung in einer internationalen Prüfungsgesellschaft beschäftigt. Zurzeit ist er Mitglied der Prüfstelle bei der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung. Seit vielen Jahren hält er Lehrveranstaltungen zu den Themen Konsolidierung, Konzernrechnungslegung nach IFRS und Konzernabschluss. Sein Buch „Praxis der Konzernrechnungslegung“ zählt zu den Standardwerken auf diesem Gebiet.