Rechnungswesen / Rechnungswesen-Lexikon

Eingebettete Derivate in der internationalen Rechnungslegung

Romuald Bertl / Christoph Fröhlich

Wird ein Vertrag mit Preisklauseln vereinbart, die eine Variabilität der zukünftigen Zahlungen verursachen, stellt sich die Frage, ob bzw wie diese bilanziell zu erfassen sind. In den IFRS ist hier die Unterscheidung zwischen Finanzinstrumenten und anderen schwebenden Verträgen von Bedeutung, da Erstere immer bilanziell zu erfassen sind, Letztere nur bei einem drohenden Verlust. Um die Umgehung der bilanziellen Erfassung zu verhindern, sind derivative Finanzinstrumente, die in einem anderen Vertrag "versteckt" sind, unter bestimmten Voraussetzungen getrennt vom Basisvertrag anzusetzen und zu bewerten.

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Artikel-Nr.
RWZ 2011/27

25.03.2011
Heft 3/2011
Autor/in
Romuald Bertl

o.Univ.-Prof. Dr. Romuald Bertl ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Vorstand des Instituts für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen an der Wirtschaftsuniversität Wien, Präsident des Rechnungslegungsbeirates des AFRAC und Leiter des Fachsenats für Betriebswirtschaft der KSW. Autor zahlreicher Fachpublikationen.

Christoph Fröhlich

FH.-Doz. Dr. Christoph Fröhlich, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, CPA, war langjähriger Assistent am Institut für Unternehmensrechnung und Revision und über 13 Jahre mit Schwerpunkt Konzernrechnungslegung und Internationale Rechnungslegung in einer internationalen Prüfungsgesellschaft beschäftigt. Zur Zeit ist er Mitglied der Prüfstelle bei der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung. Seit vielen Jahren hält er Lehrveranstaltungen zu den Themen Konsolidierung, Konzernrechnungslegung nach IFRS und Konzernabschluss. Sein Buch „Praxis der Konzernrechnungslegung“ zählt zu den Standardwerken auf diesem Gebiet.