Aus der Wissenschaft

Enforcement in Österreich - ein erster Überblick über empirische Ergebnisse

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder MIM (CEMS) / Evelyn Novotny-Farkas, MSc

Der vorliegende Beitrag gibt einen ersten empirischen Überblick über die in Österreich in den ersten Tätigkeitsjahren der OePR gewonnenen Ergebnisse des Enforcements. Insbesondere werden die Auswirkungen von Fehlerfeststellungen auf dem Kapitalmarkt sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers und Folgekosten analysiert.

Mit 1. 7. 2013 trat in Österreich das Rechnungslegungs-Kontrollgesetz (RL-KG) in Kraft mit dem allgemeinen Ziel, das geschwächte Anlegervertrauen nach diversen Bilanzskandalen wieder zu stärken 1 sowie eine Stärkung des Kapitalmarktes und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit in Österreich zu erreichen. In Anlehnung an das Nachbarland Deutschland wurde ein zweistufiges Enforcement-Verfahren eingeführt. 2 Demnach sieht § 1 RL-KG vor, dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) als zuständige Kontrollbehörde tätig wird und die eigentliche Prüfstelle die unabhängige, nicht auf Gewinn ausgerichtete, weisungsfreie Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) ist. Ein etwaiges Prüfverfahren durch die OePR kann entweder aufgrund eines konkreten Anlassfalles (Anlassprüfung) oder ohne besonderen Anlass nach Maßgabe des Prüfplanes (Stichprobenprüfung) eingeleitet werden.

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
RWZ 2018/35

29.05.2018
Heft 5/2018
Autor/in
Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder MIM (CEMS) ist Assistenzprofessorin an der Abteilung für Unternehmensrechnung und Revision der WU Wien. Nach Tätigkeiten in der Industrie und Beratung zählen zu ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten nationale und internationale Rechnungslegung sowie Nachhaltigkeitsberichterstattung und Corporate Governance von Unternehmen. Ihre Forschung und Lehre haben zahlreiche Preise erhalten. Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder hat auf der WU Wien promoviert und darüber hinaus Studien an der WU Wien, TU Wien und HEC Paris abgeschlossen. Für ihre Dissertation erhielt sie den Stephan Koren Preis.

Evelyn Novotny-Farkas

Evelyn Novotny-Farkas, MSc ist Berufsanwärterin im Bereich der Wirtschaftsprüfung in einer international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.