Wirtschaftsrecht / Judikatur / Gesellschaftsrecht

GesBR: Ausscheiden eines Gesellschafters ohne Abfindung?

Bearbeiterinnen: Sabine Kriwanek / Barbara Tuma

ABGB: § 1203

Im Fall des Ausscheidens eines Gesellschafters aus einer GesBR steht diesem nach § 1203 ABGB ein Abfindungsanspruch zu; § 1203 ABGB ist § 137 UGB nachgebildet (vgl ErläutRV 270 BlgNR 25. GP 20). Dem ausscheidenden Gesellschafter ist in Geld auszuzahlen, was er bei der Auseinandersetzung erhielte, wenn die Gesellschaft zur Zeit seines Ausscheidens aufgelöst würde. Die Höhe des Abfindungsanspruchs ergibt sich dabei aus zwei Faktoren: dem Wert des Gesellschaftsvermögens und dem Anteil des Ausscheidenden an diesem Vermögen. Die erste dieser Bezugsgrößen ist im Wege einer Abschichtungsbilanz (Auseinandersetzungsbilanz) zu ermitteln. Wird eine solche - wie im vorliegenden Fall - nicht erstellt, kann der Ausscheidende auf Leistung der Abfindung klagen.

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Artikel-Nr.
RdW 2018/179

24.04.2018
Heft 4/2018