Gesellschafts- und Steuerrecht / Judikatur Gesellschaftsrecht

Haftung des Geschäftsführers

Thomas Wenger

Der Geschäftsführer der GmbH kann im Fall der Inanspruchnahme seiner Haftung nach § 25 GmbHG das Verschulden von nachgeordneten Mitarbeitern der GmbH nicht als anspruchsminderndes Mitverschulden der GmbH einwenden.

Eine Aktiengesellschaft (AG = Klägerin) hatte mit ihrer Tochtergesellschaft (GmbH) einen " Grundlagenvertrag" abgeschlossen, nach dem die GmbH die Verwertung nicht mehr benötigter Immobilien der Muttergesellschaft vorbereitete (vermittelte), wofür die GmbH 3 % des jeweiligen Veräußerungserlöses als Provision erhielt. Im Grundlagenvertrag verpflichtete sich die GmbH auch, "vorrangig eigene Ressourcen und Kapazitäten" der Muttergesellschaft "zu marktüblichen Konditionen" zu nutzen.

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Artikel-Nr.
RWZ 2017/23

28.04.2017
Heft 4/2017
Autor/in
Thomas Wenger

Mag. (rer.soc.oec.) Dr. (iur.) Thomas Wenger ist Rechtsanwalt und seit 1994 Partner bei Schönherr Rechtsanwälte GmbH in Wien. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Umgründungen und Mergers & Acquisitions. Er ist seit 1999 Mitherausgeber der Zeitschrift RWZ Recht, Rechnungswesen und Autor zahlreicher Publikationen, vor allem auf dem Gebiet des Gesellschaftsrechts.