Rechnungswesen / Rechnungswesen-Lexikon

Joint Arrangements in der internationalen Rechnungslegung

Romuald Bertl / Christoph Fröhlich

Im Mai 2011 hat das IASB den lange erwarteten neuen Standard für die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen veröffentlicht: IFRS 11 - Joint Arrangements. Mit diesem Standard wird das Wahlrecht zwischen Quotenkonsolidierung und Equity-Methode abgeschafft, stattdessen ist anhand der Ausgestaltung des Gemeinschaftsunternehmens zu entscheiden, ob ein Anspruch des Investors auf einzelne Vermögenswerte des Gemeinschaftsunternehmens besteht oder nicht. Besteht ein solcher Anspruch, werden die jeweiligen Vermögenswerte auch anteilig bilanziert, besteht kein solcher Anspruch, kommt die Equity-Methode zur Anwendung. Der neue Standard ist - vorbehaltlich des Endorsements durch die Europäische Union - in Geschäftsjahren verpflichtend anzuwenden, die ab dem 1. 1. 2013 beginnen.

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Artikel-Nr.
RWZ 2011/97

22.12.2011
Heft 12/2011
Autor/in
Romuald Bertl

o.Univ.-Prof. Dr. Romuald Bertl ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Vorstand des Instituts für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen an der Wirtschaftsuniversität Wien, Präsident des Rechnungslegungsbeirates des AFRAC und Leiter des Fachsenats für Betriebswirtschaft der KSW. Autor zahlreicher Fachpublikationen.

Christoph Fröhlich

FH.-Doz. Dr. Christoph Fröhlich, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, CPA, war langjähriger Assistent am Institut für Unternehmensrechnung und Revision und über 13 Jahre mit Schwerpunkt Konzernrechnungslegung und Internationale Rechnungslegung in einer internationalen Prüfungsgesellschaft beschäftigt. Zur Zeit ist er Mitglied der Prüfstelle bei der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung. Seit vielen Jahren hält er Lehrveranstaltungen zu den Themen Konsolidierung, Konzernrechnungslegung nach IFRS und Konzernabschluss. Sein Buch „Praxis der Konzernrechnungslegung“ zählt zu den Standardwerken auf diesem Gebiet.