Rechtsprechung / Schadenersatz

Keine Haftung aus dem Behandlungsvertrag für Trauerschäden des Bruders des Patienten

Bearbeiter: Wolfgang Kolmasch

ABGB: § 914, § 1295 Abs 1, § 1325

Ob ein Vertrag mit Schutzwirkungen zugunsten Dritter vorliegt und welche Dritte in den Schutzbereich einbezogen sind, ist zunächst aufgrund objektiver Vertragsauslegung zu ermitteln.

Schock- und Trauerschäden des volljährigen Bruders eines Patienten, der aufgrund eines Behandlungsfehlers verstorben ist, fallen bei objektiver Auslegung des ärztlichen Behandlungsvertrags nicht in den vertraglichen Schutzbereich, weil a priori nicht von einer besonders innigen familiären Beziehung zwischen erwachsenen Geschwistern auszugehen ist. Eine vertragliche Grundlage für den Ersatz der Schock- und Trauerschäden steht dem Bruder des Patienten daher nicht zur Verfügung.

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Artikel-Nr.
Zak 2018/59

31.01.2018
Heft 2/2018