Gesellschafts- und Steuerrecht / Judikatur Gesellschaftsrecht

Notariatsaktspflicht beim Aufgriff eines GmbH-Anteils

Thomas Wenger

Die Ausübung eines im GmbH-Gesellschaftsvertrag verankerten Aufgriffsrechts bedarf der Notariatsaktsform.

Der Kläger und der Beklagte waren jeweils mit 50 % an einer GmbH beteiligt.

Punkt XII. des Gesellschaftsvertrages der GmbH enthielt eine Aufgriffsregelung, nach der bei Vorliegen eines Kaufangebots eines Dritten die anderen Gesellschafter den Geschäftsanteil (entweder zum Preis des Dritten oder zum nach dem Fachgutachten KFS-BW1 zu ermittelnden anteiligen Unternehmenswert) aufgreifen können. Das Aufgriffsrecht galt außerdem im Fall der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Gesellschafters oder der Betreibung einer Zwangsvollstreckung in den Anteil, jeweils wenn diese nicht binnen zwei Monaten wieder aufgehoben wird.

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Artikel-Nr.
RWZ 2018/15

28.02.2018
Heft 2/2018
Autor/in
Thomas Wenger

Mag. (rer.soc.oec.) Dr. (iur.) Thomas Wenger ist Rechtsanwalt und seit 1994 Partner bei Schönherr Rechtsanwälte GmbH in Wien. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Umgründungen und Mergers & Acquisitions. Er ist seit 1999 Mitherausgeber der Zeitschrift RWZ Recht, Rechnungswesen und Autor zahlreicher Publikationen, vor allem auf dem Gebiet des Gesellschaftsrechts.