Rechnungswesen

"Pull to Par"-Effekte und Hedge-Effizienz

Priv.-Doz. Mag. Dr. Alexander Schiebel

"Pull to Par"-Effekte sind Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines Finanzinstruments, die allein durch Zeitablauf entstehen. Handelt es sich bei dem Finanzinstrument um ein derivatives Sicherungsinstrument, stellt sich die Frage, ob diese "Pull to Par"-Effekte zu Ineffizienzen führen können.

In einem Unternehmen bestehen Payer-Zinsswaps mit negativen beizulegenden Zeitwerten, die bislang im Rahmen des Risikomanagements dazu genutzt wurden, um das variable Zinsrisiko von Eigenemissionen zu vermindern. Die Sicherungszusammenhänge wurden aber weder im UGB-Jahresabschluss noch im IFRS-Konzernabschluss bilanziert. Die negativen beizulegenden Zeitwerte der Payer-Zinsswaps wurden daher aufwandswirksam: Unternehmensrechtlich wird eine Drohverlustrückstellung, nach IFRS eine finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen.

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
RWZ 2015/39

28.05.2015
Heft 5/2015
Autor/in
Alexander Schiebel
Priv.-Doz. Dr. Alexander Schiebel ist Leiter der Abteilung „Betriebswirtschaft und Bilanzierungsberatung“ im Österreichischen Raiffeisenverband, Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien und Mitglied des AFRAC und des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision der KSW.

Publikationen: Eiter/Schiebel in Hirschler (Hrsg), Bilanzrecht, 2. Auflage (2019), § 201 Der Grundsatz der Einzelbewertung zum Abschlusstichtag; Schiebel/Trost in Laurer/Schütz/Kammel/Ratka (Hrsg), Bankwesengesetz (BWG), 19. Lfg. Jänner 2017, Art 36-41 CRR; Schiebel, „Pull to Par“-Effekte und Hedge-Effizienz, RWZ 2015, 39.