Rechtsprechung / Sozialversicherungsrecht

Tätigkeitsschutz als Prozessmanager

Bearbeiter: Manfred Lindmayr

ASVG: § 255 Abs 4, § 273 Abs 3

War ein Versicherter zunächst als Abteilungsleiter und danach die letzten drei Jahre als Prozessmanager tätig, liegt keine Berufsunfähigkeit vor, wenn er zwar aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr in der Lage ist, eine Tätigkeit als Abteilungsleiter auszuüben, jedoch noch die eines Prozessmanagers, und der Versicherte in dieser Funktion ähnliche Aufgaben ausführte, wie er sie als Abteilungsleiter zu verantworten hatte, trotz niedriger Einstufung im KV unverändert entlohnt wurde und er die Tätigkeit als Prozessmanager mit einem vergleichbaren Maß an Eigenverantwortung ausübte. In diesem Fall ist vom Vorliegen "einer" Tätigkeit des Versicherten iSd § 255 Abs 4 ASVG iVm § 273 Abs 3 ASVG im Beobachtungszeitraum auszugehen, von der er eine wesentliche, im Kernbereich ähnliche Teiltätigkeit als "Prozessmanager", bei der auch das Arbeitsumfeld dem bisherigen ähnlich ist, trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen noch ausüben kann.

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Artikel-Nr.
ARD 6565/14/2017

14.09.2017
Heft 6565/2017