Rechtsprechung / Vertragsbedienstetenrecht

VBG: Verspäteter Dienstantritt wegen eines defekten Weckers - kein Kündigungsgrund

Bearbeiter: Manfred Lindmayr

VBO 1995: § 42 Abs 1 Z 1

Auch wenn ein Vertragsbediensteter wegen diverser (zum Teil auch einschlägiger) Dienstpflichtverletzungen bereits mehrmals ermahnt wurde, rechtfertigt ein um rund drei Stunden verspäteter Dienstantritt des als Buslenker eingesetzten Dienstnehmers nicht seine Kündigung wegen gröblicher Dienstpflichtverletzung nach § 42 Abs 1 Z 1 VBO 1995, wenn sein Wecker durch ein technisches Gebrechen versagte und er aus diesem Grund verschlafen hat. Es fehlt an einem Verschulden des Dienstnehmers und damit an der Tatbestandsmäßigkeit des konkreten Anlassfalles für die Kündigung.

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Artikel-Nr.
ARD 6577/6/2017

07.12.2017
Heft 6577/2017