Rechtsprechung / Schadenersatz

Verdienstentgang - Wahlrecht des Geschädigten beim Ersatz der Pensionslücke

Bearbeiter: Wolfgang Kolmasch

ABGB: § 871, § 901, § 906 Abs 1, § 1325

Nach Erreichen des Regelpensionsalters kann der Verdienstentgang als Differenzbetrag zwischen der tatsächlichen Alterspension und der Pension, die der Geschädigte ohne das schädigende Ereignis erzielt hätte, fortbestehen.

Der Geschädigte hat die Wahl, ob er diese Pensionslücke erst nach Antritt der Pension geltend macht oder bereits vor Pensionsantritt laufende Zahlungen verlangt, die es ihm ermöglichen, die Lücke durch die freiwillige Weiter- oder Höherversicherung in der staatlichen Pensionsversicherung oder eine private Pensionsvorsorge von vornherein zu vermeiden. Die einmal (etwa durch Klage) ausgeübte Wahl ist bindend und kann nur noch wegen Willensmängeln angefochten werden. Dass der Geschädigte die laufenden Zahlungen zur Vermeidung der Pensionslücke falsch berechnet hat, ermöglicht als Motivirrtum keine Anfechtung.

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Artikel-Nr.
Zak 2018/58

31.01.2018
Heft 2/2018