Rechtsprechung / Familienrecht

Verschuldensabwägung bei der Scheidung - Alkohol- und Tablettensucht

Bearbeiter: Wolfgang Kolmasch

EheG: § 60

Auch wenn einem Ehegatten der ehezerrüttende laufende Alkohol- und Tablettenmissbrauch und die im beeinträchtigten Zustand begangenen Eheverfehlungen (hier ua: sexuelles Verhältnis, Gefährdung der Kinder, Vernachlässigung des Haushalts) aufgrund seiner Suchterkrankung nur in gemindertem Maß subjektiv vorwerfbar sind, können sein Abgleiten in die Sucht und der Umstand, dass er einen Rückfall nach Abstinenz aus freiem Willen in Kauf genommen hat, bei der Abwägung des Scheidungsverschuldens voll zu seinen Lasten berücksichtigt werden.

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Artikel-Nr.
Zak 2018/45

31.01.2018
Heft 2/2018