Rechtsprechung / Sozialversicherungsrecht

Waisenpension: Berücksichtigung von Sonderzahlungen bei Beurteilung der Selbsterhaltungsfähigkeit

Bearbeiterin: Bettina Sabara

ASVG: § 252 Abs 2 Z 1

Eine volljährige Waise, die sich in einer die Arbeitskraft überwiegend beanspruchenden Berufsausbildung befindet, hat Anspruch auf eine Waisenpension, wenn im Rahmen der Ausbildung kein oder nur ein geringes, die Selbsterhaltungsfähigkeit nicht sicherndes Entgelt bezogen wird, was dann der Fall ist, wenn das von der Waise erzielte monatliche Nettoeinkommen niedriger als der monatliche Ausgleichszulagenrichtsatz ist . Zur Eruierung des monatlichen Nettoeinkommens ist auf das auf einen Monatsdurchschnitt umzulegende Jahreseinkommen, wozu auch Sonderzahlungen gehören , abzustellen, das dann durch 12 dividiert wird. Ergibt sich daraus ein Wert, der höher ist als der Ausgleichszulagenrichtsatz (hier: Monatsdurchschnittseinkommen von € 960,70 netto gegenüber dem Ausgleichszulagenrichtsatz iHv € 882,78 für 2016), so besteht kein Anspruch auf Waisenpension.

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Artikel-Nr.
ARD 6566/8/2017

21.09.2017
Heft 6566/2017