Rechnungswesen / Rechnungswesen-Lexikon

Erwerb eines Geschäftsbetriebs in der internationalen Rechnungslegung

Romuald Bertl / Christoph Fröhlich

Mit IFRS 3 besteht in der internationalen Rechnungslegung ein eigener Standard für die Bilanzierung von Unternehmenserwerben. Dessen Anwendungsbereich ist nicht mit dem Erwerb von Tochterunternehmen gleichzusetzen: einerseits ist IFRS 3 auch dann anzuwenden, wenn ein Geschäftsbetrieb nicht in Form eines Tochterunternehmens, sondern durch einen Asset-Deal erworben wird, andererseits ist IFRS 3 bei Erwerben von Tochterunternehmen, die keinen Geschäftsbetrieb enthalten, nicht anzuwenden. Entscheidend für die Anwendung und damit für die Erfassung eines Firmenwerts, den Ansatz latenter Steuern und die Behandlung von Anschaffungsnebenkosten ist damit das Vorliegen eines Geschäftsbetriebs.

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Artikel-Nr.
RWZ 2013/97

23.12.2013
Heft 12/2013
Autor/in
Romuald Bertl

o.Univ.-Prof. Dr. Romuald Bertl ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Vorstand des Instituts für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen an der Wirtschaftsuniversität Wien, Präsident des Rechnungslegungsbeirates des AFRAC und Leiter des Fachsenats für Betriebswirtschaft der KSW. Autor zahlreicher Fachpublikationen.

Christoph Fröhlich

FH.-Doz. Dr. Christoph Fröhlich, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, CPA, war langjähriger Assistent am Institut für Unternehmensrechnung und Revision und über 13 Jahre mit Schwerpunkt Konzernrechnungslegung und Internationale Rechnungslegung in einer internationalen Prüfungsgesellschaft beschäftigt. Zur Zeit ist er Mitglied der Prüfstelle bei der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung. Seit vielen Jahren hält er Lehrveranstaltungen zu den Themen Konsolidierung, Konzernrechnungslegung nach IFRS und Konzernabschluss. Sein Buch „Praxis der Konzernrechnungslegung“ zählt zu den Standardwerken auf diesem Gebiet.