Buchhaltung und Bilanzierung

Werterhellung/Wertbeeinflussung

Romuald Bertl / Friedrich Fraberger

§ 193 Abs. 2 HGB normiert, dass der Kaufmann für den Schluss jeden Geschäftsjahres in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen Jahresabschluss für das vorangegangene Geschäftsjahr aufzustellen hat. Nach dem Vollständigkeitsgebot des § 196 Abs. 1 HGB müssen darin alle Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge des vorangegangenen Geschäftsjahres enthalten sein. § 201 Abs. 2 Z 4 lit b HGB verpflichtet dabei den Kaufmann, erkennbare Risken und drohende Verlust, die im vergangenen oder einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, auch dann zu berücksichtigen, wenn diese Umstände erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekanntgeworden sind. Vergleichbare Vorschriften finden sich in Art. 31 Abs. 1 lit b sublit bb der 4. gesellschaftsrechtlichen EG-RL sowie § 252 Abs. 1 Nr 4 dHGB.

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Artikel-Nr.
RWZ 1996, 237

20.08.1996
Heft 8/1996
Autor/in
Friedrich Fraberger

Univ.-Doz. Dr. Friedrich Fraberger, LL.M. (International Tax Law, Vienna), ist geschäftsführender Gesellschafter einer international tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft in Wien, lehrt Betriebswirtschaftliche Steuerlehre am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen der Wirtschaftsuniversität Wien und ist ordentliches Mitglied des Fachsenates für Steuerrecht der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.

Romuald Bertl

o.Univ.-Prof. Dr. Romuald Bertl ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Vorstand des Instituts für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen an der Wirtschaftsuniversität Wien, Präsident des Rechnungslegungsbeirates des AFRAC und Leiter des Fachsenats für Betriebswirtschaft der KSW. Autor zahlreicher Fachpublikationen.