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VfGG betr Wiedereinsetzung verfassungswidrig

Bearbeiter: Sabine Kriwanek / Bearbeiter: Barbara Tuma

Aufhebung des § 33 VfGG mit 31. 5. 2018: Wiedereinsetzung nur in Beschwerdeverfahren nach Art 144 B-VG, nicht aber (ua) betr einen (Partei-)Antrag auf Normenkontrolle

B-VG Art 7

StGG Art 2

VfGG § 33

§ 33 VfGG sieht die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung einer Frist nur im Beschwerdeverfahren nach Art 144 B-VG vor, nicht aber (ua) für das Verfahren betreffend einen (Partei-)Antrag gem Art 140 Abs 1 Z 1 lit d B-VG (oder Art 139 Abs 1 Z 4 B-VG). Damit widerspricht § 33 VfGG dem Gleichheitssatz gem Art 2 StGG und Art 7 B-VG sowie dem Rechtsstaatsprinzip. Der VfGH hat § 33 VfGG (idgF BGBl I 2013/33) daher mit Ablauf des 31. 5. 2018 als verfassungswidrig aufgehoben. Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.

VfGH 30. 11. 2016, G 253/2016

Hinweis:

Die Aufhebung wurde in BGBl I 2016/110 kundgemacht.

Artikel-Nr.
Rechtsnews Nr. 22820 vom 22.12.2016