Rechtsprechung / Sozialversicherungsrecht

Beinprothese als medizinische Maßnahme der Rehabilitation in der Krankenversicherung

Bearbeiter: Manfred Lindmayr

ASVG: § 154a

Für die Gewährung einer medizinischen Maßnahme der Rehabilitation aus der Krankenversicherung nach § 154a ASVG ist ein entsprechender zeitlicher Konnex zwischen der Krankenbehandlung und der medizinischen Maßnahme erforderlich. Dieser ist nicht gegeben, wenn der Versicherte 1986 bei einem Motorradunfall ein Bein verlor, zuletzt vor 15 Jahren eine (nunmehr veraltete) Oberschenkelprothese erhielt und nun lange nach Abschluss der Krankenbehandlung eine neue, verbesserte Oberschenkelprothese mit Genium X3 Kniegelenk begehrt. Wegen des fehlenden engen zeitlichen Zusammenhangs stellt die begehrte Versorgung mit der neuen Prothese keine medizinische Maßnahme der Rehabilitation in der Krankenversicherung nach § 154a ASVG dar, sondern ist als Hilfsmittel iSd § 154 ASVG anzusehen, für das ein Anspruch auf Kostenübernahme nur nach Maßgabe der Satzung des zuständigen Krankenversicherungsträgers besteht.

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
ARD 6582/8/2018

18.01.2018
Heft 6582/2018