Thema - Arbeitsrecht

Der (un-)berechtigte Vorwurf sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und die Krux der ehrenrührigen Beweislast

MMag. Dr. Florian Striessnig, RA

Der Vorwurf einer sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz kann berechtigt sein oder nicht. Wer die Richtigkeit eines solchen Vorwurfs unter Beweis stellen muss, ist rechtlich vielfach für den Ausgang entscheidend. Die Beweislast beim Vorwurf einer sexuellen Belästigung folgt aber ihren eigenen arbeitsrechtlichen Regeln. Und dies gilt vor allem, wenn sich die Richtigkeit des Vorwurfs einer sexuellen Belästigung nicht erweisen lässt. Eine vom mutmaßlichen Belästiger erhobene Rufschädigungsklage kann jedenfalls nur dann erfolgreich sein, wenn er den im betriebsvertraulichen Rahmen erhobenen Vorwurf der sexuellen Belästigung als schlichtweg falsch beweisen kann.

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Artikel-Nr.
ARD 6777/5/2021

10.12.2021
Heft 6777/2021
Autor/in
Florian Striessnig

MMag. Dr. Florian Striessnig ist Rechtsanwalt in Wien. Er berät und vertritt Unternehmen und Privatpersonen schwerpunktmäßig im Arbeitsrecht, Unternehmensrecht, Gesellschaftsrecht, Zivilrecht und bei der Prozessführung. Auf diesen Gebieten publiziert er auch regelmäßig in juristischen Fachzeitschriften.

Weitere Publikationen:
Zu diskriminierenden Wirkungen einer versicherungsrechtlichen Ausschlussfrist bei Schwangerschaft bzw Mutterschaft, ZVers 2020, 194; Einlagenrückgewährverbot und Schwestergesellschaften - Zur Zurechnung an den gemeinsamen Gesellschafter, GesRZ 2019, 157; Einvernehmliche Auflösungen von Arbeitsverhältnissen unter dem Eindruck von Entlassungsdrohungen, ZAS 2017, 151; Das Einlagenrückgewährverbot und die Verjährung bei Mietverträgen, GesRZ 2016, 266.