Rechtsprechung / Steuerrecht

Herabsetzung von Säumniszuschlägen bei einmaliger Versäumung einer Frist

Bearbeiterin: Birgit Bleyer

BAO: § 217 Abs 7

Auf Antrag des Abgabepflichtigen sind Säumniszuschläge gemäß § 217 Abs 7 BAO insoweit herabzusetzen oder nicht festzusetzen, als diesen an der Säumnis kein grobes Verschulden trifft.

Wird die Körperschaftsteuer nicht zum Fälligkeitstag entrichtet, da eine langjährige Mitarbeiterin irrtümlich ein falsches Datum in die Fälligkeitsliste eingetragen hat und dies auch dem Vorgesetzten bei der Durchsicht der Fälligkeitsliste nicht aufgefallen ist, wobei die Abgaben zuvor über Jahre hinweg rechtzeitig zum Fälligkeitszeitpunkt abgeführt wurden, so lässt eine einmalige Versäumung einer Frist für sich allein noch nicht den Schluss zu, dass die richtige Vormerkung von Terminen und damit die fristgerechte Wahrnehmung von Fristen nicht sichergestellt sei. Auch Kontrollorganen können Fehler unterlaufen. In Bezug auf eine verspätete Zahlung kann daher nicht vom Vorliegen eines groben Verschuldens ausgegangen werden.

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
ARD 6583/15/2018

25.01.2018
Heft 6583/2018