Thema - Sozialversicherungsrecht

Homeoffice und Arbeitsunfall

Dr. Thomas Rauch

Durch die Erbringung der Arbeitsleistungen in der Privatwohnung des Arbeitnehmers kann das Risiko der Ansteckung mit Corona (beispielsweise durch Aerosole in Großraumbüros) vermieden werden. Das Homeoffice hat daher in der Praxis durch die Corona-Krise eine erhebliche Bedeutung erlangt. Daher wurde eine eigene gesetzliche Grundlage geschaffen, die mit 1. 4. 2021 in Kraft getreten ist.1 Weiters sind insbesondere kollektivvertragliche Regelungen zu beachten.2 Die in den § 175 ASVG neu eingefügten Abs 1a und 1b enthalten Klärungen zum Thema Arbeitsunfall und Homeoffice. In diesem Zusammenhang werden im Folgenden ua zwei aktuelle Entscheidungen des OGH (wobei eines der beiden Erkenntnisse eine Judikaturwende gebracht hat) erörtert. Aufgrund der zahlreichen im Überblick dargestellten Pflichten des Arbeitgebers bei Arbeitsunfällen und der besonderen Regelungen zum Krankenstand ist es auch für Arbeitgeber von besonderem Interesse, ob ein Unfall als Arbeitsunfall einzustufen ist. Für Arbeitnehmer ist va der Unfallversicherungsschutz von Bedeutung.

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Artikel-Nr.
ARD 6815/3/2022

15.09.2022
Heft 6815/2022
Autor/in
Thomas Rauch

Dr. Thomas Rauch hat als Mitarbeiter der Abteilung Sozialpolitik der Wirtschaftskammer Wien Unternehmer beraten und in arbeitsgerichtlichen Verfahren vertreten und ist als Fachbuchautor, Vortragender und Seminartrainer sowie Prüfer am WIFI Wien tätig.

Publikationen (Auswahl): Arbeitsrecht für Arbeitgeber (21. Auflage, August 2022); Jahrbücher zum Arbeitsrecht (zuletzt Arbeitsrecht 2022); Kommentar zum EFZG (2. Auflage, 2021); Arbeitgeber und Betriebsrat im betrieblichen Alltag (2020); über 300 Fachartikel veröffentlicht in ASoK, PV-info, ARD, ecolex etc.