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Steuer auf nicht getilgte Verbindlichkeiten - Masseforderung, Insolvenzforderung oder insolvenzfreie Forderung?

Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Kanduth-Kristen, LL.M.

In der Ergebnisunterlage Körperschaftsteuer und Umgründungssteuerrecht zum Salzburger Steuerdialog 2014 vertritt das Bundesministerium für Finanzen (erstmals) die mit Erlass vom 13. 1. 2016 bekräftigte Ansicht,1 dass nicht getilgte Verbindlichkeiten im Rahmen des Abwicklungs-Endvermögens iSd § 19 Abs 4 KStG nicht zu berücksichtigen sind.2 Der Nichtansatz im Abwicklungs-Endvermögen bewirkt nach dieser - mE allerdings abzulehnenden3 - Ansicht einen Gewinn, der der Körperschaftsteuer unterliegt und im Zuge einer insolvenzbedingten Abwicklung als Steueranspruch insolvenzrechtlich zu qualifizieren und ggf im Verfahren zu berücksichtigen wäre.4

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Artikel-Nr.
ZIK 2016/110

30.06.2016
Heft 3/2016
Autor/in
Sabine Kanduth-Kristen

Dr. Sabine Kanduth-Kristen, LL.M., StB, ist Universitätsprofessorin am Institut für Finanzmanagement der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Abteilung für Betriebliches Finanz- und Steuerwesen und Mitglied der Forschungsgruppe anwendungsorientierte Steuerlehre (FAST).

Publikationen:
Jakom – EStG-Kommentar12 (2019; gemeinsam mit Marco Laudacher, Christian Lenneis, Ernst Marschner und Hermann Peyerl), Internationales Steuerrecht2 (2019), Bilanzposten-Kommentar (2017; Herausgeberschaft gemeinsam mit Gudrun Fritz-Schmied), Rechtsformgestaltung2 (2016; Herausgeberschaft gemeinsam mit Petra Hübner-Schwarzinger), Insolvenz und Steuern2 (2000; gemeinsam mit Herbert Kofler) sowie weitere Bücher und zahlreiche Aufsätze in Sammelbänden und Fachzeitschriften.