Steuerrecht aktuell

Betriebsunterbrechungs- und Berufsunfähigkeitsversicherung in ertragsteuerrechtlicher Sicht

Univ.-Prof. Dr. Reinhold Beiser

Das Nettoprinzip in der deutschen und österreichischen Rechtsprechung

Der deutsche Bundesfinanzhof sieht Betriebsunterbrechungen aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit des Betriebsinhabers als privat veranlasst und ordnet eine Betriebsunterbrechungsversicherung der Einkommensverwendung zu. Der österreichische Verwaltungsgerichtshof qualifiziert dagegen Versicherungen einer Betriebsunterbrechung im Fall eines Unfalls oder einer Krankheit des Betriebsinhabers als betrieblich veranlasst. Die Folgen dieser unterschiedlichen Qualifikation in der österreichischen und deutschen Rechtsprechung sind gravierend: Es geht um die Abzugsfähigkeit der Versicherungsprämien und die Steuerpflicht der Ersatzleistungen im Versicherungsfall. Der Beitrag analysiert das versicherte Risiko und sucht eine systemkonsistente Trennung der Einkunftserzielung und der Einkommensverwendung. Ein Rechtsvergleich zwischen Österreich und Deutschland ist dabei hilfreich.

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Artikel-Nr.
ÖStZ 2009/967

15.10.2009
Heft 20/2009
Autor/in

Univ.-Prof. Dr. Reinhold Beiser lehrt am Institut für Unternehmens- und Steuerrecht an der Universität Innsbruck.

Publikationen:
Steuern – Ein systematischer Grundriss16 (2018), sowie weitere Bücher und zahlreiche Artikel in Fach­zeit­schriften.