Steuerrecht

Die neue Zinsschranke des § 12a KStG (Teil 1)

Dr. Michael Schilcher / Dr. Elisabeth Titz

Das COVID-19-Steuermaßnahmengesetz (COVID-19-StMG)1 enthält eine für die Unternehmensbesteuerung wesentliche Neuerung: In § 12a KStG wurde mit der "Zinsschranke" eine Beschränkung der Abzugsfähigkeit von Fremdfinanzierungszinsen für Unternehmen in Abhängigkeit von deren steuerlichem Ergebnis (EBITDA) eingeführt. Die Umsetzung der Zinsschranke erfolgte aufgrund der Anti-Tax Avoidance Directive (ATAD),2 die einen Mindeststandard vorgibt, den Mitgliedstaaten aber auch einen gewissen Gestaltungsspielraum bei der Umsetzung gewährt. Der vorliegende Beitrag geht näher auf die vom österreichischen Gesetzgeber gewählte Ausgestaltung der neuen Zinsschranke ein: Teil 1 beschäftigt sich mit der Grundregel der Zinsschranke und deren persönlichem sowie sachlichem Anwendungsbereich; Teil 2 behandelt die für Konzerngesellschaften wichtige Ausnahme des "Eigenkapital-Escape" sowie die Besonderheiten für Unternehmensgruppen nach § 9 KStG bei Anwendung der Zinsschranke.

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Artikel-Nr.
RdW 2021/66

28.01.2021
Heft 1/2021
Autor/in
Michael Schilcher

Dr. Michael Schilcher ist stellvertretender Leiter der Abteilung Einkommen- und Körperschaftsteuer im Bundesministerium für Finanzen sowie externer Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht an der WU Wien und als Steuerberater in einer international tätigen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig.

Elisabeth Titz

Dr. Elisabeth Titz ist Mitarbeiterin in der Abteilung für Einkommen- und Körperschaftsteuer im Bundesministerium für Finanzen, Fachautorin sowie externe Lektorin an der WU Wien. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht der WU Wien.