Judikatur

Dienstwohnung, Vermietung an GmbH, Vorsteuerabzug (Versagung nur bei Missbrauch oder Scheingeschäft)

Dr. Josef Fuchs

UStG: § 12 Abs 2 Z 2 lit a

(EStG: § 20 Abs 1 Z 1)

Vermietet ein GmbH-Geschäftsführer eine von ihm sanierte Wohnung an die GmbH, die diese Wohnung wiederum dem Geschäftsführer als Dienstwohnung (Sachbezug) zur Nutzung überlässt (wobei die Gesamtentlohnung fremdüblich ist), liegt keine Sachverhaltskonstellation vor, die einer unmittelbaren Nutzungsüberlassung im Miteigentümer- oder Angehörigenverhältnis gleichkommt (wofür nach stRsp des VwGH unter dem Titel der Kosten der Lebensführung iSd § 20 Abs 1 EStG ein Vorsteuerabzug nach § 12 Abs 2 Z 2 lit a UStG nicht in Betracht kommt). Derartige Konstellationen sind zur Frage der Versagung des Vorsteuerabzuges für den vermietenden Geschäftsführer allenfalls unter dem Gesichtspunkt eines Gestaltungsmissbrauchs (oder auch eines Scheingeschäfts) zu prüfen.

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Artikel-Nr.
ÖStZ 2018/183

14.03.2018
Heft 4/2018