Wirtschaftsrecht

Dritthaftung gegenüber Anlegern nur für Emissionsratings

Dr. Andreas Baumgartner, LL.M. (Harvard)

Besprechung von OLG Düsseldorf I-6 U 50/17

Das OLG Düsseldorf1 hat sich als erstes Oberlandesgericht mit der außervertraglichen Haftung von Ratingagenturen gegenüber Anlegern, der sogenannten Dritthaftung,2 auch nach der einschlägigen "supranationalen" Grundlage (Art 35a EU-RatingVO)3 beschäftigt.4 Es beschränkt Anlegeransprüche gemäß dieser Norm auf Emissionsratings5 (unten 2.) und verneint außerdem die "quasi-vertragliche" Dritthaftung für Emittentenratings nach deutschem Zivilrecht (unten 3.). Auch für das österreichische Recht hat das größtenteils überzeugende Urteil mE richtungsweisende Bedeutung.

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Artikel-Nr.
RdW 2019/224

21.05.2019
Heft 5/2019
Autor/in
Andreas Baumgartner

Dr. Andreas Baumgartner, LL.M. (Harvard) forscht und lehrt als Universitätsassistent Post Doc an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien (Institut für Unternehmens- und Wirtschaftsrecht).

Publikationen:
Baumgartner, Die (Dritt-)Haftung von Ratingagenturen und anderen Informationsexperten – zugleich ein Beitrag zur Auslegung der § 275 UGB, § 11 KMG, §§ 1300, 1330 ABGB, Art 35a EU-RatingVO (2016); Baumgartner/Mollnhuber/U. Torggler, Kommentar zu §§ 34 – 44 GmbHG, in U. Torggler (Hrsg), GmbHG (2014) sowie zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften und Sammelwerken, wie zB auch Baumgartner, Die Abstraktheit der Vollmacht iS des § 1017 S 3 ABGB als Grundlage für den Fehlgebrauch der Vertretungsmacht im Privatrecht, JBl 2018, 681; Hössl-Neumann/Baumgartner, Dealing with Corporate Scandal under European Market Abuse Law: The Case of VW, ECFR 2019, 484.