Wirtschaftsrecht

GREx: Wahrnehmung der offenkundigen Zahlungsunfähigkeit im Exekutionsverfahren

Hon.-Prof. Dr. Franz Mohr

Derzeit wird nicht selten versucht, Forderungen gegen zahlungsunfähige Schuldner im Exekutionsverfahren hereinzubringen. Die GREx1 verhindert dies weitgehend und weist den Weg zum Insolvenzverfahren.

Die Übergangsphase von wirtschaftlichen Schwierigkeiten zur materiellen Insolvenz steht immer mehr im Fokus der Gesetzgebung. Mit dem RIRUG2 wird ein Restrukturierungsverfahren geschaffen, das einem Unternehmer eine Restrukturierung bei wahrscheinlicher Insolvenz ermöglichen soll. Trotz dieses Anbots und der Verpflichtung, ohne schuldhaftes Zögern, spätestens 60 Tage nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit (Überschuldung) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu beantragen, sind Insolvenzverschleppungen nicht selten. Mit § 49a EO soll erreicht werden, dass nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit die Forderungen nicht im Exekutionsverfahren, sondern im Insolvenzverfahren hereingebracht werden.

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
RdW 2021/371

23.07.2021
Heft 7/2021
Autor/in
Franz Mohr

Dr. Franz Mohr ist Honorarprofessor an der Karl-Franzens-Universität Graz und Universitätslektor an der Sigmund Freud PrivatUniversität.

Zuletzt erschienene Publikationen des Autors:
Privatinsolvenz3 (2018); Kommentierung der EuSchMaVO in Gitschthaler, Internationales Familienrecht (2019); Autor im Kommentar zur Exekutionsordnung von Angst/Oberhammer und im Kommentar zu den Insolvenzgesetzen von Konecny; Taschenkommentar Exekutionsordnung17 (2021; gemeinsam mit Pimmer und Schneider) erscheint in Kürze.