Wirtschaftsrecht

Kryptoindustrie und Geldwäsche ab 2020

Dr. Jeannette Gorzala, BSc

Mit dem EU-Finanz-Anpassungsgesetz 20191 (EU-FinAnpG 2019) wurde ua das Finanzmarkt-Geldwäschegesetz2 (FM-GwG) novelliert und es wurden die Vorgaben der fünften Geldwäscherichtlinie3 umgesetzt. Eine Zielsetzung der fünften Geldwäscherichtlinie ist die Stärkung der Transparenz für virtuelle Währungen. Bisher nicht zur Einhaltung der Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung verpflichtet waren Unternehmen in der Kryptoindustrie, die weder unter die Aufsicht der FMA noch der zuständigen Gewerbebehörden fielen. Nunmehr wurden Anbieter von elektronischen Geldbörsen (Wallets) und Dienstleister, die virtuelle Währungen in Fiatgeld4 und umgekehrt tauschen (Crypto-Exchanges), sowie Umtausch-Plattformen für virtuelle Währungen (Crypto-Markets) und ähnliche Dienstleister in den Adressatenkreis des FM-GwG als geldwäscherechtlich Verpflichtete aufgenommen. Diese sogenannten Dienstleister in Bezug auf virtuelle Währungen unterliegen damit den gleichen Kunden-

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Artikel-Nr.
RdW 2019/645

20.12.2019
Heft 12/2019
Autor/in
Jeannette Gorzala

Dr. Jeannette Gorzala, BSc ist Rechtsanwältin bei Pelzmann Gall Größ Rechtsanwälte GmbH (EY Law). Sie berät nationale und internationale Mandanten in diversen Fragen des Wirtschaftsrechts. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt im Banken- und Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht sowie im Bereich IT, IP und Digitalisierung. Dabei liegt ihr besonderer Fokus auf M&A Transaktionen sowie der Digitalisierungsberatung und rechtlicher Implikationen neuer Technologien. Jeannette Gorzala studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien sowie internationale Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien. In der Vergangenheit war sie unter anderem in internationalen Banken im M&A tätig.