Steuerrecht / Blick nach Deutschland

Refinanzierungszinsen für Gesellschafterdarlehen nach bedingtem Forderungsverzicht

Udo Eversloh

Der BFH hat durch Urteil vom 24. 10. 2018, VIII R 19/16, geurteilt, dass dann, wenn ein Gesellschafter unter der auflösenden Bedingung der Besserung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft auf sein Gesellschafterdarlehen verzichtet, um deren Eigenkapitalbildung und Ertragskraft zu stärken, bei weiterhin anfallende Refinanzierungszinsen diese nicht als Werbungskosten im Zusammenhang mit früheren Zinseinkünften abziehbar sind. Es wechselt der Veranlassungszusammenhang, sodass die weiterhin anfallenden Zinsen als durch die GmbH-Beteiligung veranlasst gelten. Ab dem Forderungsverzicht sind die durch die Beteiligungserträge veranlassten Refinanzierungszinsen - nur auf Antrag nach § 32d Abs 2 Nr 3 EStG - zu 60 % als Werbungskosten abziehbar. Im Folgenden werden Begründung und die Praxisfolgen der Entscheidung dargestellt, der insb in Sanierungsfällen erhebliche Bedeutung zukommt.

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Artikel-Nr.
RdW 2019/98

20.02.2019
Heft 2/2019
Autor/in
Udo Eversloh

Udo Eversloh ist Rechtsanwalt in Köln, Fachpublizist sowie Ressortleiter Steuerrecht der deutschen Fachzeitschrift Betriebs-Berater. Er ist Autor etlicher Fachbeiträge und Kommentierungen zum Steuer- und Gesellschaftsrecht sowie zum Recht der betrieblichen Altersversorgung (bAV) und tritt auch als Referent bei Seminaren für Angehörige der steuerberatenden Berufe auf.