Internationales Steuerrecht

Sinn und Zweck der Vertreterbetriebsstätte

Dr. Stefan Bendlinger

Eine kritische Betrachtung eines unzweckmäßigen Tatbestands

Im internationalen Steuerrecht ist der Begriff der Betriebsstätte das entscheidende Anknüpfungsmerkmal, wenn es zu beurteilen gilt, ob und in welchem Umfang dem Quellenstaat Besteuerungsrechte überlassen werden müssen. Es bedarf dabei nicht immer der Verfügungsmacht über eine feste Einrichtung. Auch die Tätigkeit eines abhängigen Vertreters soll dem Quellenstaat einen steuerlichen Zugriff ermöglichen. Es ist zu beobachten, dass der kontroversiellen Diskussion dieses in Art 5 Abs 5 und 6 des OECD-Musterabkommens geregelten Tatbestands viel Energie gewidmet wird, die den Praktiker verunsichert. Die bei grenzüberschreitender Geschäftstätigkeit nötige Rechts- und Planungssicherheit leidet darunter. Der vorliegende Beitrag setzt sich kritisch mit Sinn und Zweck der Vertreterbetriebsstätte auseinander und stellt in Frage, ob dieser Tatbestand noch notwendig ist.

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
ÖStZ 2010/308

18.03.2010
Heft 6/2010
Autor/in
Stefan Bendlinger

Prof. Dr. Stefan Bendlinger ist Steuerberater und Partner der ICON Wirtschaftstreuhand GmbH in Linz. Er ist Fachautor, Vortragender, Lektor an Universitäten und Fachhochschulen. Er ist stv Leiter der Arbeitsgruppe „Internationales Steuerrecht“ im Fachsenat für Steuerrecht der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Mitglied facheinschlägiger Gremien in Österreich und im Ausland.

Aktuelle Publikation:
Bendlinger/Kanduth-Kristen/Kofler/Rosenberger, Internationales Steuerrecht, 2. Aufl.