Steuerrecht

Veräußerung von Dividendenscheinen

Univ.-Doz. DDr. Gunter Mayr / Univ.-Prof. Dr. Michael Tumpel

Die Veräußerung von Dividendenscheinen ohne die zugehörigen Aktien führt zu Kapitaleinkünften nach § 27 Abs 2 Z 3 EStG. Die Bestimmung wirft allerdings einige strittige Fragen auf, die der Beitrag beantworten soll.

1. Charakter und Abgrenzung der Bestimmung

Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören nach § 27 Abs 2 Z 3 EStG auch „Einkünfte aus der Veräußerung von Dividendenscheinen, Zinsscheinen und sonstigen Ansprüchen, wenn die dazugehörigen Aktien, Schuldverschreibungen oder sonstigen Anteile nicht mitveräußert werden“. § 27 Abs 2 Z 3 EStG erfasst daher die Veräußerung von Dividenden- oder Zinsscheinen1) ohne die dazugehörenden Wertpapiere2). Der rechtliche Charakter der Bestimmung ist aber strittig: Unklar ist, ob § 27 Abs 2 Z 3 EStG konstitutive oder deklarative Bedeutung hat und in welchem Verhältnis die Bestimmung zum

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Artikel-Nr.
RdW 2006/242

18.04.2006
Heft 4/2006
Autor/in
Michael Tumpel

Univ.-Prof. Dr. Michael Tumpel ist Vorstand des Instituts für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre der Johannes Kepler Universität Linz, Leiter der Arbeitsgruppe Umsatzsteuer des Fachsenats für Steuerrecht der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Mitglied der Redaktion der Steuer- und Wirtschaftskartei (SWK). Er vertritt die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer im Indirect Tax Committee der CFE.

Gunter Mayr

Univ.-Prof. DDr. Gunter Mayr ist Sektionschef für Steuerpolitik und Steuerrecht im Bundesministerium für Finanzen und lehrt am Institut für Finanzrecht der Universität Wien.