Steuerrecht aktuell

VwGH-Erkenntnis zu Abzugsfähigkeit und Vorsteuerabzug von Strafverteidigungskosten

Dr. Katharina Haselsteiner / Dr. Alexandra Patloch-Kofler

Mit seinem kürzlich ergangenen Erkenntnis 2017/15/0001 und 0002 vom 22. 3. 2018 hat der VwGH die Rechtsansicht des BFG sowohl zur Abzugsfähigkeit als auch zum Vorsteuerabzug von Rechts- und Beratungskosten, die im Zusammenhang mit einem Kartellverfahren entstanden sind, bestätigt. Dem Höchstgericht zufolge steht der Betriebsausgabenabzug dann zu, wenn ein Kausalzusammenhang mit dem Betrieb vorliegt, dh wenn sich die der Rechts- und Beratungskosten zugrundeliegende Tat unmittelbar aus der betrieblichen Tätigkeit erklärt. Da dem zugrundeliegenden Sachverhalt keine nach § 12 KStG nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben vorlagen und die Rechts- und Beratungskosten in direktem und unmittelbarem Zusammenhang mit besteuerten Umsätzen standen sowie nicht dem Schutz der privaten Interessen dienten, war die Amtsrevision auch in Bezug auf den beanstandeten Vorsteuerabzug unberechtigt.

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Artikel-Nr.
ÖStZ 2018/579

24.08.2018
Heft 15-16/2018
Autor/in
Katharina Haselsteiner

Dr. Katharina Haselsteiner ist Steuerberaterin bei einer international tätigen Steuerberatungskanzlei.

Alexandra Patloch-Kofler

Dr. Alexandra Patloch-Kofler ist drittmittelfinanzierte Universitätsassistentin an der Abteilung für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Berufsanwärterin bei einer international tätigen Steuerberatungskanzlei.