Steuerrecht aktuell

Wie die "schleichende" Konsumorientierung unseres Steuersystems zum Auseinanderdriften der Vermögensverhältnisse führt - Können Vermögensteuern Abhilfe schaffen?

Dr. Mag. Anna-Maria Anderwald, LL.M. (Columbia)

Das österreichische Steuerrecht bewirkt durch konsumorientierte Elemente ein Auseinanderdriften in den Vermögensverhältnissen, womit Gerechtigkeitsverluste einhergehen. Nachdem die progressive Einkommensteuer einen Ausgleich für diesen Gerechtigkeitsverlust nicht mehr schafft, könnte dieser durch eine Erbschafts- und Schenkungssteuer erfolgen.

Die Ausgabe 12/2020 der ÖStZ1 befasste sich ua mit der "schleichenden" Konsumorientierung des österreichischen Steuersystems. Es wurde aufgezeigt, inwiefern der Konsum als Maßstab für die Steuerbemessung Einzug in das österreichische Steuersystem gehalten hat. Das Ergebnis war, dass die aktuellen Rechtsentwicklungen in Österreich, ähnlich wie in vielen anderen westlichen Kulturen, davon geprägt sind, investiertes Einkommen unter dem Druck des internationalen Steuerwettbewerbs zunehmend konsumorientiert zu besteuern. So enthält das österreichische Ertragsteuerrecht mittlerweile verstärkt konsumorientierte Elemente. Zusätzlich hat sich das Steueraufkommen der indirekten Konsumsteuern vergrößert.

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Artikel-Nr.
ÖStZ 2020/655

07.10.2020
Heft 19/2020
Autor/in
Anna-Maria Anderwald

Dr. Mag. Anna-Maria Anderwald, LL.M. (Columbia) studierte Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz (Mag. iur. 2014, Dr. iur. 2017), LL.M. an der Columbia Law School 2019. Nach einigen Jahren als Rechtsanwaltsanwärterin mit den Schwerpunkten Steuerrecht und Finanzstrafrecht bei renommierten österreichischen Wirtschaftskanzleien und Qualifizierung zur österreichischen Anwältin Hertha-Firnberg Stipendiatin des FWF und post-doc Universitätsassistentin am Institut für Finanzrecht der Karl-Franzens-Universität Graz.