Steuerrecht

Zuschreibungspflicht nach Einlagenrückzahlungen iSd § 4 Abs 12 EStG?

Priv.-Doz. Dr. Christoph Marchgraber

Eine Einlagenrückzahlung gilt gem § 4 Abs 12 EStG als eine Veräußerung der Beteiligung an der einlagenrückzahlenden Gesellschaft. Der steuerliche Beteiligungsbuchwert sowie die steuerlichen Anschaffungskosten der Beteiligung sind im Ausmaß der Einlagenrückzahlung zu reduzieren. Im Gegensatz dazu bleiben der unternehmensrechtliche Buchwert und die unternehmensrechtlichen Anschaffungskosten unverändert, wenn unternehmensrechtlich eine Gewinnausschüttung vorliegt und keine außerplanmäßige Abschreibung erforderlich ist. Der steuerliche Buchwert kann nach einer Einlagenrückzahlung daher unter dem unternehmensrechtlichen Buchwert liegen. Wurde die Beteiligung in den Vorjahren außerplanmäßig auf einen niedrigeren beizulegenden Wert und steuerlich auf einen niedrigeren Teilwert abgeschrieben, stellt sich in solchen Fällen die Frage, ob es im Steuerrecht einer Zuschreibung bedarf.

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
RdW 2017/634

22.12.2017
Heft 12/2017
Autor/in
Christoph Marchgraber

Priv.-Doz. Dr. Christoph Marchgraber ist Manager bei der KPMG in Wien, Fachvortragender und externer Lektor am Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht der WU Wien.