Rechtsprechung / Schadenersatz

130.000 € Schmerzengeld wegen ständiger Zukunfts- und Todesängste nach Leberschädigung

Bearbeiter: Wolfgang Kolmasch

ABGB: § 1325

Das Schmerzengeld ist tendenziell nicht zu knapp zu bemessen. Ständige Zukunfts- und Todesangst aufgrund der Spät- und Dauerfolgen der Verletzung (hier: schwere Schädigung der Leber, die eine Transplantation erforderlich machen wird) rechtfertigen einen relativ hohen Zuspruch.

130.000 € Schmerzengeld: 56-jährige Frau; lebensgefährliche Verletzungen bei einem Verkehrsunfall mit erheblichen Spät- und Dauerfolgen; sklerosierende Cholangitis (Gallenwegsentzündung), die zu einer schweren Leberschädigung führte; starke Osteoporose; die vor dem Unfall (insb auch sportlich) sehr aktive Geschädigte hat nun einen Invaliditätsgrad von 90 %, wobei eine weitere Verschlechterung zu erwarten ist und sie in Zukunft wahrscheinlich nicht einmal mehr gehen wird können; Wegfall des Sexuallebens; ständige Zukunfts- und Todesangst wegen des schlechten Zustandes der Leber und der voraussichtlich erforderlichen Lebertransplantation; komprimiert bisher 29 Tage starke, 27 Tage mittelstarke und 95 Tage leichte körperliche Schmerzen.

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Artikel-Nr.
Zak 2015/241

15.04.2015
Heft 7/2015