Rechtsprechung / Schadenersatz

Bemessung des Trauerschmerzengeldes für Eltern und Geschwister des Unfallopfers

ABGB § 1325

Die Bemessung des Schmerzengeldes, das einem nahen Angehörigen des getöteten Unfallopfers für die dadurch verursachte Trauer ohne Krankheitswert zustehen kann, richtet sich nach der Intensität der familiären Bindung, für die das Alter des Angehörigen und des Opfers sowie das Bestehen einer Haushaltsgemeinschaft zwischen diesen Personen lediglich Indizien bilden. Der Verschuldensgrad des Schädigers hat keinen Einfluss auf die Bemessung; grobes Verschulden ist schon die Voraussetzung dafür, dass überhaupt ein Schmerzengeldanspruch für psychische Beeinträchtigungen ohne Krankheitswert zusteht. Der Umstand, dass das Unfallopfer vor seinem Tod mehrere Tage auf der Intensivstation um sein Leben kämpfte, kann ein höheres Trauerschmerzengeld rechtfertigen, wenn dadurch der Seelenschmerz des Angehörigen gesteigert wurde.

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Artikel-Nr.
Zak 2008/579

30.09.2008
Heft 17/2008