Rechtsprechung / Schadenersatz

Haftung des Erstellers gegenüber dem Käufer für unrichtigen Energieausweis

Bearbeiter: Wolfgang Kolmasch

ABGB: § 1295 Abs 1, § 1299

EAVG: § 6

Wer im Auftrag des Verkäufers einen Energieausweis für den Verkauf erstellt hat, haftet dem Käufer schon aufgrund der Schutzwirkungen des Auftrags oder der Verletzung objektiv-rechtlicher Schutzpflichten schadenersatzrechtlich für Fehler. Der Schadenersatzanspruch kann die Kosten für die Erstellung eines richtigen Energieausweises sowie die Wertdifferenz zwischen dem bezahlten Kaufpreis und dem Preis, der bei Kenntnis der tatsächlich erheblich niedrigeren Energiekennzahl gezahlt worden wäre, umfassen. Das Erfüllungsinteresse in Form der Kosten, die zur Herstellung der im Energieausweis attestierten Energieeffizienz erforderlich sind, kann vom Ausweisersteller nicht gefordert werden. Generell ist die Haftung des Ausweiserstellers jedoch subsidiär gegenüber deckungsgleichen Ansprüchen, die der Käufer gegen den Verkäufer geltend machen kann (hier: Gewährleistungsansprüche).

Login


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten? Gratis registrieren und 30 Tage testen.

Sie können das gesamte Portal 30 Tage testen und/oder Ihr Abo freischalten.

Extras wie Rechtsnews, Übersichten zu aktuellen Gesetzesvorhaben, EuGH Verfahren, Fristentabellen,…
Newsletter der aktuellen Zeitschriften-Inhaltsverzeichnisse
Der Zugriff auf alle Zeitschriften endet nach 30 Tagen automatisch
Artikel-Nr.
Zak 2018/178

20.03.2018
Heft 5/2018