Rechtsprechung / Miet- und Wohnrecht

Kündigung wegen Verängstigung der Nachbarn durch Hundehaltung

Bearbeiter: Wolfgang Kolmasch

MRG: § 30 Abs 2 Z 3

Die Kündigung des Mieters wegen unleidlichen Verhaltens in Hinblick auf den Umstand, dass er mit der Haltung eines Hundes die Mitbewohner verängstigt, erscheint bei folgender Sachlage gerechtfertigt (Zurückweisung der Revision): Obwohl es mehrere Vorfälle mit seinem früheren, mittlerweile verstorbenen Hund gab (zwei durch Bisse verletzte Kinder, ein durch Bisse getöteter Hund), lässt der Mieter seinen derzeitigen, bisher nicht in dieser Weise auffällig gewordenen Hund - wenn auch selten - ohne Leine und Beißkorb laufen. Vor allem aber zeigt er ein bewusst provokantes, Ängste schürendes Verhalten gegenüber den anderen Mietern. Er hat vor der Wohnungstür ein Hundefoto mit der Aufschrift "Is there life after death? Please enter and find out!" und ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Hund" samt "Stricherlliste", die die Anzahl der bereits attackierten Angehörigen bestimmter Berufsgruppen anzugeben scheint und handschriftlich mit dem Wort "Nachbarn" und zwei Strichen ergänzt wurde, angebracht. Weiters steht vor der Türe eine Hundeskulptur in Lebensgröße. Außerdem legt er im Bereich des Miethauses Tierfutter aus und lockt dadurch Katzen und Füchse an.

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Artikel-Nr.
Zak 2018/55

31.01.2018
Heft 2/2018