Rechtsprechung / Miet- und Wohnrecht

Zinsminderung wegen Schimmelbildung und Lüftungsverhalten des Mieters

Bearbeiter: Wolfgang Kolmasch

ABGB: § 1096 Abs 1

Schimmelbildung in der Mietwohnung stellt eine Gebrauchsbeeinträchtigung dar, die grundsätzlich einen Zinsminderungsanspruch des Mieters auslöst.

Der Zinsminderungsanspruch entfällt oder verringert sich, wenn die Schimmelbildung vom Mieter zur Gänze oder zum Teil durch vertragswidriges Verhalten verschuldet wurde, etwa weil er die Wohnung nicht ausreichend lüftet. Ohne besondere Vorgaben im Mietvertrag kann vom Mieter nur ein normales Lüftungsverhalten verlangt werden, um eine Schimmelbildung zu vermeiden. Siebenmal tägliches Querlüften, Lüften auch während der Schlafphase oder Lüften im Winter während jedes Kochvorgangs ist ihm nicht zumutbar.

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Artikel-Nr.
Zak 2018/18

16.01.2018
Heft 1/2018